Verantwortungspartner

Hier lernen Sie die Verantwortungspartner-Methode kennen.

Einführung

Unternehmer und Unternehmerinnen wollen Beiträge für die gesellschaftliche Entwicklung leisten, auch über ihren Einzelbeitrag hinaus. Sie hätten gerne mehr direkten Kontakt und Austausch zur Politik, zu anderen Unternehmerinnen und Unternehmern sowie zu Partnern aus der Zivilgesellschaft. Vor allem aber wollen sie in ihrer Region etwas bewegen. Lange gab es für diesen Austausch kein Konzept, also kein festgelegtes Format und keine gut funktionierenden Regeln. Die Verantwortungspartner-Methode schafft den Raum, um genau diesem Interesse im Mittelstand nachzukommen.

Was ist die Verantwortungspartnermethode?

Die Verantwortungspartner-Methode:

  • wurde von der Bertelsmann Stiftung in Zusammenarbeit mit :response entwickelt
  • wurde 2012 – 2014 in 15 Regionen durch ein Förderprojekt unterstützt, das vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) und aus Mitteln aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) finanziert wurde
  • ist eine strukturierte Prozessmoderation mit Beratungselementen
  • dient dazu, gesellschaftlich engagierte Unternehmer einer Region zu vernetzen
  • Engagierte Unternehmer entwickeln gemeinsam mit Vertretern aus Kommunen und Landkreisen, mit Vereinen und sozialen Organisationen Lösungen für gesellschaftliche Probleme in der Region
  • Partner und Thema bestimmt jede Region für sich selbst

 

Erfahren Sie mehr über die Entstehung der Verantwortungspartner-Methode und ihre Erfolge.

 

Ziele der Verantwortungspartner

  • Etablierung eines regionales Netzwerk
  • Aufbau von Sozialkapital
  • Entwicklung vernetzter Projekte
  • Erhöhung der Wirksamkeit und der Reichweite des einzelnen Engagements
  • Verstetigung

 

 

Perspektiven
Vernetzte Projekte Lösungen
Wettbewerbsfähigkeit
Regionales Netzwerk

Mitarbeiter- und Kundenzufriedenheit
Unternehmensreputation
Wirksamkeit und Reichweite
Verstetigung

 

 

Ablauf der Verantwortungspartnermethode

In einem moderierten Prozess, der ergebnisoffen, aber zielorientiert das Engagement von Unternehmen innerhalb eines regionalen Handlungsfeldes strukturiert, entstehen Motivation und Identifikation mit dem Vorhaben. Die Methode bringt Partner zusammen, strukturiert den Prozess des Engagements und schafft eine Plattform, auf der Projekte entwickelt und umgesetzt werden. Kernprinzip ist dabei: Das Erzielen von Kooperationen mit Mehrwert für Unternehmen und Gesellschaft.

Der Arbeitsprozess beginnt in einen kleinem Kreis aus Unternehmen. Sie bilden den regionalen Initiativkreis und das Herz der Verantwortungspartnerschaft: Der Kreis trifft sich regelmäßig, um die Zusammenkünfte, die Projekte und das Vorgehen in der Region zu koordinieren. Der Initiativkreis identifiziert die Themen, knüpft Kontakte und mobilisiert Partner. Er plant die Auftaktveranstaltung, auf der Themen, Projekte und Vorschläge für das weitere Vorgehen der Öffentlichkeit zur Diskussion vorgestellt werden. Vom Initiativkrteis hängt ab, welchen Schwung die Initiative erfährt und welche wichtigen Persönlichkeiten für die Partnerschaften gewonnen werden können. In der Vorbereitungsphase werden auch die nötige Infrastruktur und Logistik geklärt (- nicht alle Regionen nutzen die Kapazitäten der Kammer oder Verbände. Wo dies nicht möglich war, haben logistische Fragen einen größeren Raum eingenommen, konnten aber überall gelöst werden.)

In der Durchführungsphase füllen die Unternehmen mit weiteren regionalen Partnern das Projekt mit Leben. Wesentliche Fragen werden geklärt: Was ist unsere Vision für die Region? Was sind unsere Ziele und Zielgruppen? Was gibt es schon an Aktivitäten in der Region? Zu welchem Thema wollen wir uns längerfristig engagieren? Dabei sind zwei Ebenen zu unterscheiden: Zum einen arbeiten die Verantwortungspartner in Projektteams, planen konkrete Aktivitäten und setzen sie um. Gemeinsam mit der Prozessbegleitung plant und steuert der Initiativkreis den gesamten Verantwortungspartner-Prozess. Der Prozess gliedert sich in drei bis fünf Meilensteintreffen, bei denen die Unternehmerinnen und Unternehmer in Teams ihre Projekte weiter entwickeln. Außerdem koordinieren sie das weitere Vorgehen hinsichtlich Kommunikation, Zusammenarbeit mit der Politik und Finanzierung. In dieser Phase werden durchschnittlich drei bis fünf Projekte entwickelt, aber auch konkrete Produkte, Programme, Gründungen von Sozialunternehmen und Bildungseinrichtungen wurden durch die Verantwortungspartner-Methode erzielt. Die Phase endet mit der Abschlussveranstaltung, in der die Ergebnisse präsentiert werden.

Die Verantwortungspartner möchten in der Regel den Prozess verstetigen. Die positiven Erfahrungen und das aufgebaute Vertrauenskapital bilden die Basis für die weitere Zusammenarbeit auch zu anderen Themen. Über die Fortführung der einzelnen Projekte hinaus, geht es um die Nutzung dieses Kapitals für weitere Projekte sowie die Skalierung des Erreichten. Die Form der Verstetigung kann sehr unterschiedlich sein und richtet sich nach den regionalen Gegebenheiten: Es wurden Vereine gegründet, Arbeitskreise bei Verbänden, Wirtschaftsvereinen und Kammern eingesetzt und die Methode auf benachbarte Regionen ausgeweitet. Hier hat jede Region ihr individuelles Profil und ihr eigenes Arrangement an Institutionen, die durch die Verantwortungspartner orchestriert werden.

Möchten Sie als Region Verantwortungspartner werden?

Sprechen Sie uns an.

Bei Fragen stehen wir Ihnen gern zur Verfügung.
Schicken Sie uns einfach eine E-Mail oder rufen Sie uns an.

 

Hier finden Sie weitere Informationen zu den Verantwortungspartner Regionen in Deutschland.