Wettbewerb „Mein Gutes Beispiel“ 2016

Rückblick auf den Wettbewerb und die Preisverleihung

Mittelständische Unternehmen werden für herausragendes gesellschaftliches Engagement ausgezeichnet

v.l.n.r., obere Reihe: Timothy C. Vincent, Steinbildhauerei Vincent, Dirk Stocksmeier, Vorstandsvorsitzender Unternehmen für die Region, Carmen Würth, Robert Friedmann, Sprecher der Konzernführung der Würth-Grupp, Joachim Spitz, Geschäftsführer der Spitzdruck GmbH, mit Sohn Maximilian Leon Spitz. v.l.n.r., untere Reihe: die Geschäftsführerin Eveline Kampmann und der Director Marketing / Business Development Jürgen Kampmann der Kampmann GmbH, Steffen Krollmann, Bankdirektor der Volksbank eG Braunschweig Wolfsburg und Stiftungsvorstand der Volksbank BraWo-Stiftung.© Sebastian Pfütze

Der Verein Unternehmen für die Region und die Bertelsmann Stiftung zeichneten in Kooperation mit dem Zentralverband des Deutschen Handwerks am Mittwoch im Umweltforum in Berlin fünf herausragende Projekte gesellschaftlichen Engagement von mittelständischen Unternehmen als Preisträger des Wettbewerbs „Mein gutes Beispiel“ aus. Zusätzlich wurden weitere sieben Unternehmen als Finalisten geehrt. Die ausgewählten Projekte überzeugten die hochkarätige Jury mit langjährigem und vernetztem gesellschaftlichen Engagement in ihrer Region.

Der bereits zum fünften Mal ausgeschriebene Wettbewerb „Mein gutes Beispiel“ verzeichnete in diesem Jahr mit bundesweit 238 Projekteinreichungen einen neuen Rekord. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet das ein Anstieg um 33 %.

In diesem Jahr wurde neben einer themenoffenen Ausschreibung zusätzlich der Sonderpreis Engagements für Flüchtlinge ausgelobt. Außerdem hatten die Gäste der Jahreskonferenz erstmalig die Möglichkeit, aus den 12 ausgewählten Finalisten ihren Publikumspreis auszuwählen. Die teilnehmenden Unternehmen engagieren sich in ihren jeweiligen Regionen zu den Themen Bildung und Ausbildung, soziale Teilhabe, Ressourcenschutz, der Vereinbarkeit von Familie und Beruf oder der Integration.

Zu der siebenköpfigen Jury zählt neben der stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden der Bertelsmann Stiftung Liz Mohn, dem Vorstandvorsitzenden des Vereins Unternehmen für die Region e.V., Dirk Stocksmeier, und den anderen Vorstandsmitgliedern, auch der Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks Hans Peter Wollseifer. Bei der Auswahl der Preisträger richtete sich die Jury nach folgenden Kriterien: Langfristigkeit des Projektes, Einbringung unternehmerischer Kompetenz, Kreativität, regionale Nähe, Zusammenarbeit mit Partnern sowie die Übertragbarkeit auf andere Regionen.

Dirk Stocksmeier gratulierte den Vertretern der ausgezeichneten Unternehmen herzlich und ist begeistert von den vielfältigen Projekten: „Es gab eine tolle Resonanz auf den Wettbewerb. Wir haben in diesem Jahr so viele „gute Beispiele“ erhalten wie noch nie und sind beeindruckt zu sehen, wie sich Unternehmen und Betriebe für die Gesellschaft stark machen. Ein Drittel der eingegangenen Projekte setzt sich für die Integration von Flüchtlingen ein. Das finde ich bemerkenswert. Schön zu sehen ist, dass die Qualität des Engagements nicht zwangsläufig mit der Unternehmensgröße zusammenhängt. Wir haben herausragende Beispiele auch von ganz kleinen Unternehmen erhalten. Ganz besonders freue ich mich, dass sich auch viele Unternehmerinnen und Unternehmer beworben haben, die sonst nicht gerne über ihr Engagement sprechen. Denn: Nur wenn wir gemeinsam als gutes Beispiel voran gehen, können wir auch andere zur Nachahmung anregen.“

Preisträger:

Der Preisträger des Sonderpreises Engagement für Flüchtlinge: Adolf Würth GmbH & Co. KG - Integrationszentrum und Flüchtlingsheim (Künzelsau/ Baden-Württemberg)

Robert Friedmann, Sprecher der Konzernführung der Würth-Gruppe und Frau Carmen Würth, zusammen mit Dirk Stocksmeier, Vorstandsvorsitzender von Unternehmen für die Region e.V. © Sebastian Pfütze

Mit dem Projekt „Integrationszentrum und Flüchtlingsheim“ hat die Adolf Würth GmbH & Co. KG im baden-württembergischen Künzelsau ein Integrationszentrum und Flüchtlingsheim zusammen mit dem Hohenlohekreis initiiert, mit welchem es Engagement in der eigenen Region zeigt und für unternehmerische Verantwortung Maßstäbe in der Branche setzt. Durch eine aktive und vor allem vielseitige Integrationsarbeit gelingt es dem Unternehmen, in ihrem Integrationszentrum Flüchtlingen die deutsche Sprache rasch zu vermitteln und sie in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Die nötigen Räumlichkeiten stellt Würth dem Landkreis mit den Räumlichkeiten der Akademie Würth am Firmensitz in Künzelsau zur Verfügung. Ergänzend zum Integrationszentrum wurde ein ehemaliges Autohaus umgebaut, das für die kostenlose Unterbringung von 50 Flüchtlingen genutzt wird. Die Koordination der einzelnen Maßnahmen des Integrationszentrums wird durch ein gemeinsames Gremium wahrgenommen, das sich neben der Adolf Würth GmbH aus den verschiedenen Trägern, u.a. der VHS, der Arbeitsinitiative Hohenlohekreis, der Caritas, dem Jobcenter und der Arbeitsagentur Hohenlohekreis und dem DRK zusammensetzt.

Eine umfangreiche Zusammenfassung des Projektes finden Sie hier.

Preis in der Kategorie Handwerk: Steinbildhauerei Vincent - Handwerk mit Verantwortung e.V. (Wetter/ Nordrhein-Westfalen)

Timothy C. Vincent von der Steinbildhauerei Vincent mit Hans Peter Wollseifer, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks. © Sebastian Pfütze

Das Leitprinzip des von Timothy C. Vincent gegründeten Vereins „Handwerk mit Verantwortung“ ist, dass sich die Mitgliedsbetriebe verpflichten, keine Produkte aus sozial fragwürdiger Herstellung zu verwenden oder zu verkaufen und über alle Produkteigenschaften, die Lieferkette und die Herkunft aller Werk- und Inhaltsstoffe aufzuklären. In dem Verein stehen der Mensch sowie sein Wissen und Können in Sachen Handarbeit im Mittelpunkt, und die Mitglieder bekennen sich zur Langlebigkeit der Produkte. Somit soll ein Beitrag zur globalen Nachhaltigkeit geleistet werden, indem auf Rohstoffe und Rohprodukte verzichtet wird, die in der Herstellung gegen die Prinzipien der Nachhaltigkeit verstoßen oder die in ihrem gesamten Lebenszyklus mit hohen ökologischen und sozialen Auswirkungen verbunden sind. Projektpartner sind u.a. das Büro für Nachhaltige Beschaffung der Staatskanzlei NRW, der Westdeutsche Handwerkskammertag, das Zentrum für nachhaltiges Unternehmertum der Universität Witten/Herdecke und der Deutsche Naturwerksteinverband e.V..

Eine umfangreiche Zusammenfassung des Projektes finden Sie hier.

Preis in der Kategorie kleine Unternehmen: Spitzdruck GmbH - ProKids Stiftung (Villingen-Schwenningen/ Baden-Württemberg)

Joachim Spitz, Geschäftsführer der Spitzdruck GmbH, und Sohn Maximilian Leon Spitz zusammen mit Kirsten Hirschmann, Vorstandsmitglied Unternehmen für die Region e.V. © Sebastian Pfütze

Die Ziele der ProKids-Stiftung der Spitzdruck GmbH sind, soziale Unterstützung und berufliche Perspektiven für Kinder, Jugendliche und junge Mütter zu schaffen sowie Freizeitaktivitäten für diese Zielgruppen anzubieten. Es ist eine Vielzahl an Projekten, die die Firma unterstützt: u.a. warmes Mittagessen in ganz Villingen-Schwenningen für Kinder, eine Babyklappe, Erfüllung von Weihnachtswünschen, ProKids-Treff, ProKids-Kleiderkammer, Teilhabe an Schullandheimen, Ausflügen, White Board für ein blindes Mädchen, Patenschaft für Lego Education. In einer Teenie Mütter WG, die es seit 2016 gibt, werden 4 Zimmer für junge Müttern bereitgestellt und diese fit gemacht für das Leben mit Kind. Die Projektdurchführung findet auf ehrenamtlicher Basis statt und ermöglicht dadurch eine Betreuung, ohne hohe Verwaltungskosten zu verursachen. Projektpartner sind die Stadtverwaltung Villingen-Schwenningen, die Caritas und Diakonie.

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Preis in der Kategorie mittlere und große Unternehmen: Volksbank eG Braunschweig Wolfsburg - United Kids Foundations (Wolfsburg/ Niedersachsen)

Steffen Krollmann, Bankdirektor der Volksbank eG Braunschweig Wolfsburg und Stiftungsvorstand der Volksbank BraWo-Stiftung, zusammen mit Ralf Zastrau, Vorstandsmitglied Unternehmen für die Region e.V. © Sebastian Pfütze

Kindern aus Armutsverhältnissen eine Zukunftschance geben – dieses Ziel verfolgt die Volksbank eg Braunschweig Wolfsburg mit ihrer 2005 gegründeten „United Kids Foundation“. Die unabhängige Plattform ermöglicht, dass sich bundesweit tätige Initiativen und Institutionen begegnen, um in Projekten für die Region zu kooperieren. Sie fördert Kinder in den unterschiedlichsten Projekten in den Bereichen Ernährung, Gesundheit, Bildung und Sport. Bis heute wurden mehr als 13,3 Millionen Euro Spenden gesammelt und in über 350 Projekten die Gegenwart und Zukunft von über 45.000 Kindern in der Region nachhaltig verbessert. Zum zehnjährigen Jubiläum konnten 1.100 Unterstützer gefunden werden, die je mindestens 1000 € gespendet haben. Diese Unterstützung wurde zu 100 Prozent für Kinder in Braunschweig, Gifhorn, Salzgitter und Wolfsburg eingesetzt. Die Volksbank BraWo hat sämtliche Kosten rund um das Projekt, inklusive der Bewerbung der Aktion und Durchführung unterschiedlichster Veranstaltungen, getragen und die gesamte Mitarbeiterschaft hat sich aktiv an der Akquisition der Spenden beteiligt.

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Publikumspreis: Kampmann GmbH - Blindenschrift in Textilwaren (Bielefeld/ Nordrhein-Westfalen)

Birgit Riess, stellvertretende Vorstandsvorsitzende von Unternehmen für die Region e.V. und Programmdirektorin in der Bertelsmann Stiftung, zusammen mit den Preisträgern der Geschäftsführerin Eveline und dem Director Marketing / Business Development Jürgen Kampmann von der Kampmann GmbH © Sebastian Pfütze

Die von der Kampmann GmbH erfundene Stickereitechnik ermöglicht es, in die Kleidung blinder Menschen Informationen in Braille-Punktschrift einzusticken und stellt somit eine enorme Erleichterung im Alltag Nichtsehender dar. Textilwaren mit der eingestickten Blindenschrift-Botschaft werden nicht teurer angefertigt als vergleichbare Artikel im klassischen Einzelhandel. Mit langjähriger fachlicher Kompetenz gelang dem Unternehmen als Erster diese technische Entwicklung, welche in der Folge in Deutschland und vielen anderen Ländern der Welt patentiert wurde. Das Projekt hat eine hohe gesellschaftliche Relevanz, da durch fachliches Know-How ein wichtiger Beitrag zur Sensibilisierung der Allgemeinheit von Nichtsehenden geschaffen und diese zudem im Alltag unterstützt werden. Ein Beispiel von ihren vielfältigen ehrenamtlichen Aktionen war die kostenlose Bereitstellung von persönlich bestickten T-Shirts und der Verteilung von extra entwickelten Adventskalendern an ihre Partnerschulen.

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Sehen Sie hier eine Auswahl an weiterem regionalen Engagement aus unserem Wettbewerb Mein Gutes Beispiel 2016.

 

Die weiteren Finalisten des Wettbewerbs:

Babbel – Lesson Nine GmbH: Kostenlos Deutsch lernen mit Babbel (Berlin)

Zusammen mit den Projektpartnern stellt die Sprachenlern-App Babbel Deutschkurse für ausgewählte Flüchtlingsprojekte zur Verfügung. Die Kurse werden diversen Flüchtlingsprojekten zur Verfügung gestellt, von der Erstregistrierungs-Stelle über Unterkünfte bis hin zur Kiron Online-Universität für Flüchtlinge. Zudem entsendet Babbel seit dem Start am 1.12.2015 täglich zwei Mitarbeiter in die Erstaufnahmestelle des Berliner Senats. Mittlerweile werden am Standort Berlin Workshops und Weiterbildungsmaßnahmen für ehrenamtliche Sprachlehrer angeboten. Die Ausgangssprachen Englisch und Französisch für die Deutschkurse wurden auf Anregung der AWO gewählt. So soll sichergestellt werden, dass eine große Anzahl Herkunftsgruppen von den Kursen profitieren kann. Neben Gratiszugängen zu Deutschkursen helfen die Experten auch direkt bei der Fortbildung von Helfern – Babbels Didaktiker, Übersetzer, Linguisten und Kursentwickler bereiten diese unmittelbar auf das Unterrichten in Flüchtlingsheimen vor.

 

Wollbody GmbH: Wir wollen ankommen (Berlin)

Das Projekt “Wir wollen ankommen” ist ein Pilotprojekt der Wollbody GmbH, das Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt integrieren möchte. Die Stellen für die Flüchtlinge Fezi und Bilal wurden so konzipiert, dass ein schrittweiser Integrationsprozess stattfindet. Parallel wurde darauf geachtet, dass die Arbeitszeiten flexibel bleiben, damit u. a. Deutschkurse und Behördentermine wahrgenommen werden können. Die Deutschkenntnisse von Fezi und Bilal haben sich schnell verbessert, sodass ihnen immer kompliziertere Aufgaben mit größerer Verantwortung übertragen werden konnten. Mittlerweile sind sie feste Bestandteile des Teams und eine große Unterstützung. Neben der Integration im Zuge der Arbeit sind kultureller Austausch, wie durch gemeinsamen Kochen, aber auch die Bereitstellung eines Rückzugsortes zum Beten weitere wichtige Ansatzpunkte des Projekts. Außerdem werden die Flüchtlinge auch bei Herausforderungen wie z.B. dem Übersetzen von Dokumenten oder der Wohnungssuche, unterstützt.

 

Bäckerei Schmitz: Verantwortung für Umwelt und Natur (Daleiden/ Rheinland-Pfalz)

Im Jahr 2009 entstand der erste energieautarke, CO2-freie Verbrauchermarkt. 2016 beginnt der 2. Bauabschnitt. Die erforderlichen Tiefenbohrungen zur Förderung von Geothermie für die Energieversorgung wurden bereits 2012 beim Umbau und der Erweiterung Daleiden durchgeführt. Ebenfalls stehen die Einrichtung eines neuen Ofens auf dem neuesten Stand der Thermo- und Energietechnik in der Bäckerei im Fokus. Das Engagement ist ganzheitlich ausgerichtet und richtet sich daher nicht nur nach Umwelt- sondern auch nach sozialen Gesichtspunkten. Die tägliche Versorgung mit natürlichen, gesunden, schmackhaften Backwaren ist ein wesentliches Anliegen des Unternehmens. Des Weiteren engagiert sich das Unternehmen sozial in Form von Geld- und Brotspenden, in Schulkooperationen und bei der Integration von Flüchtlingen durch die Schaffung von Arbeitsplätzen.

 

Privat-Brauerei Strate Detmold GmbH & Co. KG: Förderung kulturelles Leben in der Region (Detmold/ Nordrhein-Westfalen)

Die Lagerhalle der Brauerei Strate Detmold GmbH & Co. KG wird für eine besondere Comedy-Veranstaltung mit verschiedenen Künstlern aller Couleur bereitgestellt. Das charakteristische „Plopp“ beim Öffnen einer Bügelverschlussflasche hat dabei der Show ihren Namen gegeben. Der Comedian Ingo Oschmann bietet Nachwuchskünstlern eine Plattform, um ihr Können zu zeigen und von etablierte Entertainern, die auch mit von der Partie sind, zu lernen. Besonderer Wert wird auch – gemäß der Unternehmensphilosophie „Aus der Region – für die Region“ – darauf gelegt, möglichst vielen Personen aus der Umgebung das Zuschauen zu ermöglichen. So erfolgt die Werbung für die Veranstaltung hauptsächlich über Mund-zu-Mund-Propaganda oder über den Detmolder Bierclub. Die Veranstaltung wird seit Frühling 2012 regelmäßig ausgetragen und ist seitdem eine erfolgreiche Attraktion in der Region.

 

Metallwerke Renner GmbH: Jeder bekommt (s)eine Chance (Ahlen/ Nordrhein-Westfalen)

Wertschätzung für den Menschen und ganzheitliches Engagement sind schon seit Bestehen der familiengeführten Metallwerke Renner GmbH verankert. So werden z.B. sozial benachteiligte Jugendliche ab der Klasse 8 gefördert, im Berufsleben Fuß zu fassen. Dafür werden Berufserprobungen, Praktika und Ausbildungsplätze angeboten. Des Weiteren bietet das Konzept „Vorstellungsgespräch hautnah“ Schülern ein aufwändiges Bewerbungstraining an. Zudem setzt sich das Unternehmen für Chancengleichheit ein: aktuell arbeiten in der Firma vier Mitarbeiter mit einer Schwerbehinderung und 25 % der Belegschaft haben einen Migrationshintergrund. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist eine weitere wichtige Säule: das Projekt „Der Pflegekoffer“ bietet Mitarbeitern die Möglichkeit, durch unterschiedliche Arbeitszeitmodelle ihre Angehörigen zu Hause zu betreuen. Und die Erfahrung älterer Mitarbeiter wird wertgeschätzt: So ist ein Großteil der Mitarbeiter (48 %) älter als 50 Jahre.

 

Initiativkreis für Unternehmersgespräche e.V.: Berufswahlordner Karriere Kompass (Lüchow/ Niedersachen)

Im Rahmen der Meilensteintreffen wurde vom Initiativkreis für Unternehmersgespräche e.V. gemeinsam mit den Unternehmen, der BBS Lüchow, den Schuleitern und der Schülerfirma BOLD der Berufswahlordner entwickelt. Auf die Region abgestimmte Arbeitsblätter, Vorlagen und Checklisten wurden zusammengetragen und sollen für den Wirtschaftsunterricht im Rahmen der Berufsorientierung an allen allgemeinbildenden Schulen im Landkreis eingesetzt werden. Ermöglicht wurde der Druck von 600 Ordnern durch die beteiligten Firmen. Durch den Ordner sollen die Ausbildungsmöglichkeiten in der Region dargestellt und damit für die Unternehmen Nachwuchskräfte gewonnen werden. Ziel ist eine Plattform für Unternehmen, die Stärkung der regionalen Wirtschaft und Fachkräftesicherung.

 

Landesentwicklungsgesellschaft Thüringen mbH: Betriebs-KiTa – ein Kooperationsmodell (Erfurt/ Thüringen)

Die LEG Thüringen hat gemeinsam mit der Stadt Erfurt sowie sechs weiteren Unternehmen eine betriebliche Kindertageseinrichtung im Erfurter Stadtteil „Brühl“ errichtet. Grund dafür ist die Bündelung der Ressourcen von Unternehmen zur Einrichtung einer Betriebs-KiTa. Die Regelöffnungszeiten sind von Montag bis Freitag 6:00 Uhr bis 20:00 Uhr. Die KiTa hat eine Kapazität von 120 Plätzen, davon sind 60 betriebliche Betreuungsplätze. Ein weiteres Projekt zum Thema Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist die „LEG Sommerschule“. Diese hilft berufstätigen Eltern aus Erfurt und Umgebung bei der Organisation einer anspruchsvollen Ferienbetreuung. Dabei sind verschiedene Zeiträume und Orte wählbar. Zu der attraktiven Feriengestaltung gehören unter anderem Werksbesichtigungen und der Besuch eines Erlebnisbauernhofs oder des Naturkundemuseums. Bei verschiedenen Workshops lernen die Kinder zudem Wissenswertes über Naturphänomene oder technische Zusammenhänge.